über uns

Harald Eckert

„Wenn dein Nachbar dir etwas Böses getan hat, schenke jedem seiner Kinder eine Trompete.“
Chinesisches Sprichwort

Als Harald Eckert am 21. September 1966 in Riedenburg das Licht der Welt erblickte, hatten seine Eltern bestimmt keine bösen Nachbarn, aber die Liebe zur Musik, besonders zu der, die mittels verbogenem Blech, allerhand Ventilen und viel Lungenschmalz erzeugt wird, haben sie ihm wohl doch in die Wiege gelegt. Während andere Kinder Astronaut, Feuerwehrmann oder Audimitarbeiter werden wollten, war für den kleinen Harry schnell klar, dass er nur eines wollte und zwar Musik, handgemachte – pardon –  mundgemachte, von der Pike auf erlernte, solide Blasmusik. Schon mit 9 Jahren nahm Ecki kein Blatt vor das Mundstück, als er bei seinem ersten Trompetenlehrer, Josef Hühnerbein in Ingolstadt fröhlich loströtete. Bald darauf tönte sein Ruf schon gar bis ins niederbayerische Plattling, wo er an der dortigen Berufsfachschule für Musik bei Erich Heilmann in die blecherne Lehre ging. Daraufhin blies ihn weniger der Wind, als vielmehr sein Talent ins Schwäbische: Harald Eckert studierte am Augsburger Leopold Mozart – Konservatorium bei Hans Rast und Wolfgang Siegert. Das hohe C seiner künstlerischen Ausbildung erreichte er 1994 mit dem Abschluss der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Professor Hannes Läubin vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Nicht nur unter Blasmusikern ist der Allesspieler, der, wenn er nicht seine Trompete zum Glühen bringt, am liebsten im Gebirge auf einem Bänkchen sitzt, bekannt wie ein bunter Hund. Wo auch immer jemand Händels Feuerwerksmusik, aufführt, zum Halali oder Zapfenstreich ansetzt oder einfach nur eine bayerische Weise anstimmt, ist Harald Eckert im wahrsten Sinne des Wortes in aller Ohren – ob beim Luftwaffenmusikkorps, beim Georgischen Kammerorchester, dem Blechbläserquintett „Schutzblech“, der Showband „Bayern Top“ oder dem Ensemble „Klassik Bavarese“. Doch wer so trötet wie der Meister, hat die natürliche Verpflichtung, seine Kunst weiterzugeben. Ecki unterrichtete an verschiedenen Musikschulen quer durch Bayern und ist derzeit als Musiklehrer und Stadtkapellmeister in Eichstätt tätig.
Wenn jemand so viel durch die Gegend posaunt wie Harry, dann kann man musikalisch einfach nicht alleinbleiben. So kam zusammen, was zusammenkommen muss: Seit 1994 tritt er mit Alfred Rabl, Jakob Paul, Rudi … in der Formation „Blechreiz“ auf.

 

Alfred Rabl

„Zunächst werde ich spielen und dir später erklären, was es ist.“
Miles Davis

Es könnte natürlich an seinem Geburtsjahr 1967 liegen, das Jahr, in dem auch Kurt Cobain und Noel Gallagher geboren wurden, dass man Alfred Rabl den Rock’n Roller der Blasmusik nennt. Aber hinter Al Rabl verbirgt sich weit mehr als die von seinen Fans heiß geliebte Rampensau, die man von Auftritten mit der Showband „Bayern Top“, dem Ensemble „Klassik Bavarese“, zahlreichen Blechreizauftritten  her kennt. Wer einmal gesehen hat, wie zärtlich Alfred seine Trompete in die Hand nimmt und mit welcher absoluten Hingabe er immer und überall, egal zu welchem Anlass, seine Tonkunst einsetzt, der wird schnell verstehen, dass dieser Vollblutmusiker schon als kleiner Junge mit neun Jahren seine musikalische Laufbahn einschlug – und auch konsequent durchzog. Was seine Lehrerschaft betrifft, haute Alfred gewissermaßen so richtig aufs Blech: Er nahm Trompetenunterricht bei Harald Eckert und Hans Jürgen Huber. Aber mit einem Instrument gab sich der gebürtige Pförringer nicht zufrieden: Pauken, Percussion und ja, Löffel, runden sein instrumentales Repertoire ab. Alfred Rabls Blasmusik dürfte nicht zuletzt die Ökologen interessieren, denn was er auf der Bühne macht, ist schlichtweg Naturgewalt.
Seit 1994 reizt er zusammen mit Harald Eckert, Jakob Paul, Rudi … das Blech, bis es dampft.

 

Jakob Paul

„Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.“
Gustav Mahler

Als Jakob – Jackl – Paul 1961 im beschaulichen Riedenburg das Licht der Welt erblickte, war selbige noch in Ordnung: Die Altmühl war noch nicht kanalisiert, die Beatles spielten mochten sich noch und Musik kam nicht aus dem Computer. Jakob erlernte sein musikalisches Handwerk von der Pike auf. Mit neun Jahren – da war es dann allerdings mit den Beatles vorbei – erhielt seinen ersten Musikunterricht. Diesen vertiefte er schließlich bei Thomas Steffl in Regensburg und schließlich bei Harald Eckert. Jakob Paul ist an der Trompete ebenso zu Hause wie am Euphonium. Schnell wurde aus Talent und Musikliebe Leidenschaft. So kam es, dass Jackl schon seit vielen Jahren alles andere als Blech unterrichtet: An den Musikschulen von Vohburg und Dietfurt bildet er die Blechbläser dieser Tage zur treffenden Tonkunst aus. Jakob Paul ist ein emsiger, freiberuflicher Musiker, der zahlreiche Ensembles unterstützt, etwa „Klassik Bavarese“, „Bayern Top“ und selbstverständlich die Bläsergruppe „Blechreiz“.

 

Helmut Binder

“Mein Lieblingssound ist der von Schinken auf der Pfanne.“
Tom Waits

Wer den gemütlichen Vollblutmusiker aus Gaimersheim kennt, weiß, dass er sich nicht so leicht in musikalische Schubladen stecken lässt. Der gebürtige Siebenbürger griff im Alter von sechs Jahren das erste Mal in die Tasten eines Akkordeons – eine gute Entscheidung, wie sich ungefähr vier Jahrzehnte später beim Pförringer Oktoberfest herausstellte, als Helmut auf die Herren von „Blechreiz“ traf und so sehr schnell zusammenfand, was zusammengehört. Eine fundierte Ausbildung erwarb sich Helmut Binder am Richard Strauss Konservatorium in München und an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, wo er es an der Klarinette zur Meisterschaft brachte. In seiner Freizeit anzutreffen ist der Gaimersheimer Musiklehrer im Entweder oder: entweder in den Bergen oder an der See. Dass Akkordeon und Klarinette immer mit im Gepäck sind, versteht sich von alleine.

 

Georg Neumeier

„Ich verstehe nichts von Musik. In meinem Fach ist das nicht nötig.“
Elvis Presley


Von wegen! Der Mann aus Steinbach in der Holledau ist ein Urgestein an so ziemlich allem, worauf man Musik machen kann. Der Schorsch, dessen Vater schon ein ebenso begeisterter wie bekannter Blasmusiker war, holt aus Tuba, E-Bass und Posaune alles heraus, was da nur drin steckt – manchmal auch noch ein bisschen mehr! Seine musikalische Ausbildung genoss Georg Neumeier im Musikkorps von Hilden. Der mit der Holledau fest verbundene Tausendsassa ist als Chorleiter in Steinbach tätig und spielt in mehr Bands, als man aufzählen kann. Natürlich ist die Bläsergruppe „Blechreiz“ weit mehr als nur eine davon. Wo immer es einen Gig gibt, ist Georg dabei.

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